Bach-Ensemble-Hannover

Das Bach-Ensemble-Hannover wurde 2018 gegründet und widmet sich der Erarbeitung und Aufführung von Kantaten Johann Sebastian Bachs.

In solistischer Besetzung strebt das Ensemble die Verlebendigung der geistlichen Texte durch eine affektbezogene, expressive Klanggestaltung an.

Martina Nawrath, Sopran

 

Ich wurde in Sonneberg/Thüringen geboren.

Mein Gesangsstudium und die Fortbildungs-klasse Gesang absolvierte ich an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Gabriele Czerepan-von Ulmann und Prof. Leandra Overmann. 

Schon während des Studiums sang ich zahlreiche Rollen, z.B. Adele in „Die Fledermaus“ beim Mozartsommer Würzburg, Blonde („Entführung aus dem Serail“) und Colette („Der bekehrte Trunkenbold“ von Gluck) auf den kleinen umliegenden Bühnen. Im Januar 2013 war ich als Gast am Theater Heidelberg als Blonde zu erleben.   Von 2014 - 2017 war ich festes Ensemblemitglied des Theater für Niedersachsen in Hildesheim. Seit dem bin ich freischaffend an verschiedenen Häusern wie dem Anhaltischen Theater Dessau und auch am TfN als Gast tätig. Zu meinen Rollen zählen u.a. die Königin der Nacht aus „Die Zauberflöte“ , Nanetta aus „Falstaff“, Schwester Constance aus „Die Karmeliterinnen“, Fiametta aus "Boccaccio", Zerline aus "Fra Diavolo", Zerlina aus "Don Giovanni", Arsena aus "Der Zigeunerbaron" und Ännchen aus "Der Freischütz".

Neben der Bühnentätigkeit als lyrischer Koloratursopran fühle ich mich auch im Oratorium zu Hause. Die Werke von Bach (insbesondere die Passionen), Händel und Mozart liegen mir besonders gut. Im März 2013 nahm ich am Meisterkurs der Bachwoche Stuttgart bei Prof. Klesie Kelly teil. Das anschließende Konzert unter der Leitung von Helmut Rilling mit der „Matthäus-Passion“ in Stuttgart, Bensheim und die darauffolgenden Chile-Tournee in Santiago und im Theatro del Lago in Frutillar waren mein größtes musikalisches Erlebnis. 

 

Marie-Sande Papenmeyer

 

Marie-Sande Papenmeyer debütierte 2016 als Ježibaba in Dvořaks Rusalka auf Burg Warberg,als Ulrica in Ein Maskenball von Verdi im Ernst Deutsch Theater Hamburg und in der Titelpartie in Peter Pan von Hiller am TfN in Hildesheim. Von 2014-2016 war sie Ensemblemitglied der Jungen Oper Hannover, wo sie bereits in zahlreichen Rollen wie z.B. der Schäferin in Janaceks Jenufa, der Titelpartie in Der gestiefelte Kater von Cui oder auch als Erzähler2/Maus2/Kuh/Igel in der Uraufführung von Hankes Oh wie schön ist Panama auftrat. Außerdem war sie u.a. als Dritte Nixe in Dvoraks Rusalka und als Sandmann in Hänsel und Gretel zu erleben. In der aktuellen Spielzeit ist sie dort als Mister Stardust in Ein sanfter Riese von McNeff erneut zu Gast. Marie-Sande Papenmeyer sang die Sorceress in Purcells Dido und Aeneas, Ruggiero in Händels Alcina beim Theater Osnabrück und war als Háta in Smetanas Die verkaufte Braut bei den Wernigeröder Schlossfestspielen und auf Burg Warberg zu Gast. Als Konzertsängerin erarbeitete sich Marie-Sande Papenmeyer ein breitgefächertes Repertoire von zahlreichen Werken von Bach und Mozart über Beethovens 9. Sinfonie hin zu Schumanns Oratorium Der Rose Pilgerfahrt oder Duruflés Requiem ebenso wie zu zeitgenössischer Literatur. Konzertreisen führten sie u.a. nach Griechenland,Österreich und Polen. Die Mezzosopranistin absolvierte ihr Studium an der HMTM Hannover in der Klasse von Prof.Dr.Peter Anton Ling. Aktuell wird sie stimmlich von Yamina Maamar betreut.Wichtige Impulse erhielt sie in der Liedklasse von Prof. Jan Philip Schulze. Meisterkurse u.a. bei Linda Watson, Cheryl Studer, Christian Immler, und Olaf Bär rundeten ihre Ausbildung ab

Daniel Karrasch, Tenor

 

Der Tenor Daniel Karrasch erhielt eine kirchenmusikalische Ausbildung am evangelischen Stift in Tübingen. Nach dem Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten studierte er Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Umfangreiche Erfahrungen erhielt er dabei in Opernproduktionen als Monostatos in Mozarts Zauberflöte, als Engländer in Poulencs Angelique und als Remendado in Bizets Carmen. Neben der Liedklasse bei Christian Schulte und der Arbeit mit Bernward Lohr und Walther Nussbaum waren Meisterkurse bei Hans-Peter Blochwitz, Margreet Honig, Michael Dussek, Paul van Nevel und Monika Kopp prägende Impulsgeber. Umfangreiche private Studien bei Gudrun Bär rundeten seine Ausbildung ab.

Als Konzert- und Oratoriensänger umfasst sein Repertorie die großen und kleinen sakralen Werke der Zeit des Frühbarocks bis zur Romantik. Bei den Tagen für Alte Musik Rheinsberg sang er unter der Leitung von Reinhard Goebel Sichel in Carl Ditter von Dittersdorf Doktor und Apotheker . In Monteverdis L'Orfeo mit dem Ensemble cosìfacciamo trat er als Pastore und Spirito im Cuvielliés-Theater München auf. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Ensemble Concerto Ludovico, das sich vornehmlich der Musik des frühen 17. Jahrhunderts in historisch informierter Aufführungspraxis widmet. Bei den Niedersächsischen Chortage in Bückeburg sang er 2015 den Schwan in Orffs Carmina Burana. Nach ersten Konzerten mit Bachs Adventskantaten und dem Weihnachtsoratorium im Dezember 2017 wird er mit dem BACH PROJEKT Hannover regelmäßig Vokalwerk Bachs in solistischer Besetzung zur Aufführung bringen.

Roman Tsotsalas, Bass

 

Der Bariton Roman Tsotsalas konnte sich in den letzten Jahren vor allem im Bereich der Alten Musik ein breites Repertoire aufbauen. Er arbeitete unter anderem mit Ton Koopman, Andreas Scholl, Felix Koch, Wolfgang Katschner, Rüdiger Lotter oder Michael Hofstetter zusammen.  Roman Tsotsalas trat beim Felicia Blumenthal Festival Tel Aviv, den Telemann-Festtagen Magdeburg, dem Festival de musique sacrée St. Malo, den Internationalen Händelfestspielen Göttingen, den Festwochen Herrenhausen Hannover, den Thüringer Bachwochen oder dem Düsseldorf Festival! auf. Konzertreisen führten ihn nach Italien, Frankreich, Belgien, Schweden, Israel und Südafrika. Gemeinsam mit dem Tenor Christoph Rosenbaum gründetet er 2015 das Ensemble FILUM, das sich seitdem sehr erfolgreich der Vokalmusik des 15. bis 17. Jahrhunderts widmet. Seit 2017 ist er Mitglied des neu gegründeten Bach Ensembles Hannover. Sein Opernrepertoire umfasst neben Mozarts Figaro, Guglielmo und Papageno weiter Fachpartien, wie Malatesta, Dr. Falke, Graf von Eberbach, Ottokar oder Zar Peter I. Er war engagiert am Theater für Niedersachsen, Hildesheim. Gastengagements führten ihn u.a. ans Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, das Staatstheater Kassel, das Theater Plauen-Zwickau, die Wernigeröder Schlossfestspiele, die Hamburger Kammeroper und die Schlossoper Haldenstein, Chur (CH). Roman Tsotsalas stammt aus Düsseldorf, wo er lange Jahre Mitglied des Chores der ehemaligen Hofkirche St. Andreas war. Er erhielt seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater, Hannover sowie am Conservatorio Benedetto Marcello in Venedig. 2011 bis 2012 absolvierte er das Exzellenz Programm Barock Vokal des Kollegs für Alte Musik der Hochschule für Musik, Mainz. Seit 2016 lebt er in Malmö und arbeitet von dort aus freischaffend als Konzert- und Opernsänger.

Iris Maron, Konzertmeisterin

 

Schon während ihres Studiums der modernen Violine an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und der Hochschule für Künste Bremen erhielt Iris Maron Engagements im Göttinger Symphonie Orchester und im Staatsorchester Braunschweig. Bei musikalischen Projekten unter Leitung von Anne Röhrig und Bernward Lohr (Musica Alta Ripa u.a.) entwickelte sie ihre Begeisterung für die Barockvioline und es folgte ein mit Auszeichnung abgeschlossenes Masterstudium Barockvioline an der Hochschule für Musik Nürnberg.

Iris Maron lebt mittlerweile als freischa­ffende Geigerin in Hannover. Ihre Leidenschaft ist die Lebendigkeit und musikalische Sprache des Früh- und Hochbarock sowie der Klassik und die historische Au­fführungspraxis bildet den Schwerpunkt ihres künstlerischen Scha­ffens. 2014 war sie Mitbegründerin des Barockensembles la festa musicale, mit dem sie in jährlich etwa dreißig Konzerten auftritt. Außerdem konzertiert sie u.a. mit dem Göttinger Barockorchester, la dolcezza, mit der Hannoverschen Hofkapelle sowie Les Favorites. Sie trat 2017 im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, als Solistin bei den Musikwochen Weserbergland und beim Festival Alte Musik Knechtsteden auf. Für 2018 sind Konzerte u.a. bei den Niedersächsischen Musiktagen und dem Schleswig-Holstein Musikfestival geplant.

Ihr Interesse an ungewöhnlichen Konzertformaten und -programmen zeigt sich auch an ihrem Engagement am Schauspielhaus Hannover: hier war sie mehrere Spielzeiten im prämierten Stück „Atlas der abgelegenen Inseln - ein Stück für vier Schauspielerund vier Musiker“ zu erleben. Musikalische Zusammenarbeit verbindet Iris Maron mit Veronika Skuplik, Anne Röhrig, Andreas Scholl, Lajos Rovatkay, Holger Speck und Hermann Max.

Iris Maron ist Konzertmeisterin des Ensemble Filum und des Ensemble Ispirato. CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen für WDR, NDR und SRF liegen vor.

Oliver Kluge, Leitung

 

Oliver Kluge wurde in Berlin geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover Kirchenmusik bei Ulrich Bremsteller und Lajos Rovatkay (Orgel) und Heinz Hennig (Chorleitung). Kurse und Unterricht bei Nicolaus Harnoncourt, Harald Vogel, Arvid Gast und Gerd Zacher rundeten seine Studien ab. Wichtige musikalische Impulse erhielt er zudem von Gustav Leonhardt.

Von 1994 bis 1997 war er Organist an der Erlöserkirche Hannover-Linden, 1997 wechselte er an die Stadtkirche Bad Pyrmont. Dort gründete er die Pyrmonter Orgeltage und war von 2004 bis 2011 Titularorganisten des Konzerthauses Bad Pyrmont.

2010 wurde er zum Kantor der Südstadt-Kirchengemeinde Hannover und zum Kreiskantor im Amtsbereich Hannover Süd-Ost berufen. Er ist der Initiator des Bach-Projekts und Leiter des Bach-Ensembles.

Oliver Kluge geht einer umfangreichen Konzerttätigkeit nach und hat Einspielungen als Organist und Dirigent bei den Labels cfm und Rondeau veröffentlicht.

Sein Orgelrepertoire umfasst Musik aller Epochen mit den Schwerpunkten Bach, Liszt und der Musik des 20./21. Jahrhunderts (Schönberg, Cage, Ligeti, Kagel, Rihm, Hespos). 2012 hat er das ihm gewidmete Orgelwerk „luftschattengelichte“ von Hans-Joachim Hespos uraufgeführt.

Als Ensembleleiter widmet er sich besonders dem Vokalschaffen Johann Sebastian Bachs.